Streetfotografie mit dem iPhone – ein App Tipp

Ich fotografiere gerne Menschen auf der Straße. Am liebsten beim einkaufen, auf Märkten, auf dem Weg zu Arbeit. Und am liebsten im Ausland. Nicht zu wissen, was sich hinter der nächsten Ecke verbergen könnte, wenn plötzlich der Muezzin ruft und das Leben still steht, sich zwei alte Italiener eine heisse Diskussion liefern oder wie diese beiden Frauen in der Furniculaire in Paris intensiv unterhalten und mich dabei gar nicht wahrnehmen.

Während ich früher oft mit meiner D 7000 unterwegs war, um solche Straßenszenen einzufangen, fotografiere ich zur Zeit fast nur noch mit dem iPhone, das ich ohnehin immer dabei habe. Immer dabei habe ich auch einen Ersatz-Akku, damit die Kamera nicht plötzlich einfach ausgeht.

Dass das iPhone sich perfekt für die Streetfotografie eignet, ist ein alter Hut. Aber ich möchte euch eine App vorstellen, die ich immer wieder nutze und die uns Iphoneographen in der Bahn oder auf der Straße fast unsichtbar werden lässt.

Streetcamera (Link zum itunes Store)

Streetcamera ermöglicht ein unauffälliges fotografieren. Niemand nimmt mehr wahr, dass ihr ein Foto schiesst. Vor allem wenn der Ton aus ist und das Auslösegeräusch unterdrückt ist. Die App ist recht simpel gestrickt und dafür recht teuer, denn eigentlich schwärzt sie nur den ganzen Bildschirm und verwandelt ihn in einen riesigen Auslöser. Wo auch immer ihr drückt, ihr macht ein Foto.

Vorteile:

  • schwärzt den kompletten Bildschirm, niemand kann mehr sehen, was ihr eigentlich da mit dem Handy macht
  • der ganze Bildschirm wird zum Auslöser
  • bei Doppeltap auf den Bildschirm löst die Kamera so oft aus bis ihr den Bildschirm noch einmal berührt
  • Kamera reagiert und speichert schnell

Nachteile:

  • der Preis von 3,59 € ist ganz schön saftig
  • man sieht natürlich nicht was man genau fotografiert
  • das Spiel mit Schärfe/Unschärfe natürlich nicht möglich

Paris ist eine der Städte, in der Streetfotografie wieder richtig Spaß gemacht hat. Es gab unheimlich viele Situationen einzufangen. Ich hätte noch einige Tage mehr dort verbringen können, mich an eine Straßenecke gestellt und das vorbeiziehende Leben beobachtet.

Aber eine weitere Reise nach Paris steht definitiv auf meiner Liste für das nächste Jahr. Anbei ein kleines Best Of der Street Bilder von meinem Paris Aufenthalt mit Mats Anfang des Jahres…

5 Kommentare

    1. Heike

      @Götz – Moin. :-) Ich verändere die Farben meiner Instagrams grundsätzlich nicht durch Photoshop, bzw. Lightroom. Ich lasse sie so, wie ich sie auch in meinen Stream geschickt habe. Ich ziehe lediglich die Schärfe nach, bevor ich sie hier in den Blog stelle. Was die Farbgebung angeht, ich suche den Filter jeweils passend zu den Lichtbedingungen aus. Der gleiche Filter wirkt bei Sonne natürlich komplett anders als im Schatten oder bei Dämmerung… Und hier, gerade bei den Paris Bilder, passte dieser Vintage Style perfekt.

  1. Natàlia

    Hi Heike,

    klasse Fotos, mir ist das auch schon aufgefallen, dass du viel mit dem iphone knipst. Kann ich gut verstehen, weil total praktisch und immer dabei und leicht. Aber ich habe mich hier bei den Parisfotos auch gefragt, ob diese nachbearbeitet sind, wie Götz!

    Viele Grüße us Kölle, ich freu mich schon, wo Du demnächst die rasende Reporterin bist. ;)
    Natàlia

  2. Bea

    Hui, der Preis ist echt ganz schön happig. Würde es gerne erstmal ausprobieren, bevor ich so viel Geld ausgebe. Hm… ansonsten klingt es schon gut.

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