Museen für Familien im Ausland: diese solltet ihr unbedingt gesehen haben!

Mindestens ein Museum für Kinder steht auf jeder meiner Reisen mit den Jungs auf der ‚To Do List‘. Denn Reisen mit Kindern bedeutet für mich auch immer: ein Stück Kultur in kindgerechten Portionen darf unterwegs nicht fehlen! Vor jeder Reise recherchiere ich, welche familienfreundlichen Museen wir in den jeweiligen Städten besuchen könnten und kümmere mich rechtzeitig online um Tickets oder lege einen Tag fest, der sich für einen Museumsbesuch mit Kindern eignet. Denn seien wir mal ehrlich: die meisten bekannten Museen ziehen tausende Besucher täglich an und mit nölenden Kleinkindern in der Schlange zu stehen ist nicht unbedingt das, was ich mir unter einem entspannten Tag vorstelle. Je besser ihr eure Besuche in weltweit bekannten Museen also plant, desto relaxter die Familie. Natürlich sind nicht nur die Mussen in Metropolen interessant, besonders faszinierend finden wir die, über die wir eher aus Versehen stoplern und am Ende das Gebäude inspiriert und schwer begeister verlassen.

In diesem Artikel verrate ich euch unsere bisherigen 10 spannendsten Museen für Familien und dazu gehören definitiv ein paar Geheimtipps. Diese Liste wird nach und nach erweitert. Habt auch ihr ein tolles, familienfreundliches Museum auf Reisen entdeckt, schreibt es mir doch gerne in die Kommentare!

Unsere spannendsten Museen für Familien

1. International Spy Museum in Washington, DC

Die Stadt der Spione hat einen bleibenden Eindruck bei den Jungs und mir hinterlassen! Nicht nur die gefühlte Nähe zum US-Präsidenten Obama war ein Highlight, sondern natürlich auch seine Arbeitsstätte, das Weiße Haus. Ein Foto mit dem Secret Service, das beeindruckt. So spannend Washington DC ist, so fantastisch sind natürlich auch die Museen der Stadt. Weil ich nur wenig – zu wenig! – Zeit für Washington DC eingeplant hatte, musste ich mich für zwei Museen entscheiden. Eines davon war das International Spy Museum – das größte Spionage Museum der Welt!

Das International Spy Museum befindet sich keine zehn Blocks vom Weißen Haus entfernt, direkt um die Ecke sitzt das FBI Hauptquartier! Allein die Lage ist spannend. Dennoch waren meine Erwartungen anfangs etwas gebremst als ich das Museum betrat weil ich glaubte, eher eine Art ‚Jahrmarktveranstaltung‘ zu besuchen, wenn ihr wisst was ich meine. Aber schon 5 Minuten später waren wir alle drei hellauf begeistert!

Gleich zu Beginn geht man in die Spy School und lernt, was einen echten Spion ausmacht. Wir legen uns eine fremde Identität zu und müssen uns fortan bemühen, nicht aufzufliegen. Die Story können wir aber aufgrund mangelnder Englischkenntnisse der Jungs nicht durchziehen da ich mit dem Übersetzen nicht hinterherkomme. Aber für alle größeren Kinder, die gut Englisch sprechen: eine tolle Sache! Wir lassen die Spy School hinter uns und bekommen in den nächsten Stunden einen sehr lehrreichen und faszinierenden Einblick in die Welt der Geheimdienste. In der Ausstellung finden sich allerlei berühmte Spionagewerkzeuge wie ein Nachbau des mit Waffen bestückten Aston Martins aus Goldfinger oder ein Lippenstift mit integrierter Pistole.

Das Highlight war für die Jungs allerdings der Raum mit den Dechiffriermaschinen. Sie zeigen Kindern und Erwachsenen sehr praktisch, wie die Enigma im 2. Weltkrieg funktionierte, die verschlüsselte Botschaften zu entschlüsseln. Das hätten wir stundenlang machen können.

das Spy Museum in Washington

Unterwegs im größten Spionage Museum der Welt in Washington

Hilfreiche Informationen & Tipps für einen Besuch des Museums

  • Wer sich und den Kindern jeglichen Eintritts-Stress ersparen will, kauft Tickets vorab online! Ihr müsst euch dabei auf Tag und Uhrzeit festlegen, aber es lohnt sich auf jeden Fall!
  • Das Museum ist sein Eintrittsgeld auf jeden Fall wert
  • Die Ausstellung eignet sich auch für Kinder, die nicht so gut englisch sprechen.
  • Alle Ausstellungsstücke sind leicht verständlich erklärt, man muss nur schnell genug hinterherkommen mit dem Erklären, so aufgeregt wie die Kinder in diesem Museum hin- und her hopsen.
  • Kritik an der Arbeit der Spione darf man in diesem Museum natürlich nicht erwarten
  • Sehr früh oder sehr spät da sein!  Es wird voll. Wartezeiten von bis zu einer Stunde am Eingang sind möglich.
  • ‚Exit through the Giftshop‘ – das gilt auch hier, aber der Souvenirladen des Spy Museum ist großartig!
  • lest hier auch meinen Reisebericht über Washington mit Kindern

Adresse

International Spy Museum – Link zur Website

800 F Street, NW
Washington, DC

Eintrittspreise: Erwachsene (12 – 64 Jahre) zahlen 22$, Kinder bis 12 zahlen 15$, Kinder unter 6 Jahren zahlen keinen Eintritt

2. National Air and Space Museum in Washington, DC

Bleiben wir in Washington. Und bleiben wir bei einem Thema das (nicht nur) meine Jungs fasziniert: die Luft- und Raumfahrt! Das National Air and Space Museum ist wahnsinnig beeindruckend, schon allein durch seine schiere Größe und durch das extrem freundliche und extrem hilfsbereite Personal von teils älteren Herrschaften, die ehrenamtlich im Museum für Fragen zur Verfügung stehen oder Führungen machen. Kinder sind hier herzlich willkommen und werden nicht als potentielle Gefahr für die Ausstellungsstücke betrachtet. Der Eintritt in das Museum ist kostenlos! Was dazu beiträgt, dass sich vor dem National Air and Space Museum lange Schlangen bilden können. Ich habe morgens ordentlich Druck gemacht um früh los zu kommen und so waren wir 5 Minuten nach Öffnung der Türen im Museum.

Im Museum lernen die Besucher hautnah warum ein Flugzeug fliegt, wie und womit ein Mensch überhaupt ins All fliegt. Zu sehen gibt es unter anderem das Apollo 11 Kommando Modul Columbia, Charles Lindberghs Spirit of St Louis und einen echten Stein vom Mond, den die Kinder auch anfassen dürfen. Überhaupt sind wir in diesem Musem nicht ein einziges Mal ‚belehrt‘ worden was das Verhalten angeht, was mir in extrem positiver Erinnerung bleibt sondern sind mit vielen Informationen zurück ins Hotel gefahren.

Wer Lust hat, zwischendurch einmal still zu sitzen und zu verschnaufen bzw sich einen 3D Film anzusehen, bucht rechtzeitig Tickets für das im Museum integrierte IMAX Kino. Die Jungs wollten unbedingt einen Film sehen und mit 45 Minuten passte er zeitlich noch rein. Gesehen haben wir einen Film über die Flugzeuge des 2. Weltkriegs. Ich gebe zu, nicht der alleroptimalste Kinderfilm, aber durchaus für Familien ok und ich wollte ihn unbedingt sehen. Er war extrem imposant und interessant da wir das Gefühl hatten, mit im Flugzeug zu sitzen.

das Air and Space Museum in Washington DC

Höher – schneller – weiter: das Air and Space Museum in Washington DC

Hilfreiche Informationen & Tipps für einen Besuch des Museums

  • Der Eintritt ist kostenlos und es wird garantiert voll – also besser sehr früh kommen. Sehr spät kommen macht hier keinen Sinn da das Museum riesig ist und man viel Zeit einplanen sollte für einen Besuch
  • Jeder Besucher muss am Eingang einen Metalldetektor Check über sich ergehen lassen, auch die Taschen werden nach gefährlichen Gegenständen durchsucht. Wer also wenig Zeug dabei hat, ist schneller im Museum
  • Führungen durch das Museum sollten mindestens 3 Wochen im Voraus gebucht werden und ich persönlich hätte gerne an einer teilgenommen, mit Kindern machte das aber für mich keinen Sinn
  • im Museum gibt es kostenloses Free-Wifi
  • hier muss man NICHT durch den Giftshop wenn man das Museum verlassen möchte, aber man sollte den Souvenirladen auf keinen Fall verpassen! Er bietet einige hübsche und coole Erinnerungen für Kinder an
  • wen der Hunger überfällt (wir mussten an dem Tag ohne Frühstück los): im Museum gibt es eine passend integrierte McDonalds Filiale

Adresse

National Air and Space Museum – Link zur Website

Independence Ave at 6th Street, SW
Washington, DC 20560

 

3. Das Natural History Museum in London

Das Natural History Museum ist nicht nur das größte naturhistorische Museum der Welt, sondern auch ganz klar eines der besten Museen die wir je besucht haben! All die Warterei am Eingang, trotz des frühen Erscheinens, lohnt sich auf jeden Fall um die Ausstellungen zu besuchen. Kleiner Tipp vorweg: solltet ihr euch auf dem Weg zum Museum im Londoner Stadtteil South Kensington fragen, welches dieser krassen Gebäude nun das Natural History Museum birgt: es ist das mit den langen Schlangen vor dem Eingang. Bestehend aus vielen Schulklassen und Familien.

Mein Tipp: den Nebeneingang benutzen! Dort ist weniger los und ihr landet direkt in der Red Zone. Eine Rolltreppe saugt die Besucher hier direkt in die Erde hinein: in die Welten der Vulkanausbrüche, Erdbeben und Naturgewalten, die sogar am eigenen Körper erlebbar sind – wenn man den Erdbebensimulator nicht verpaßt.

In den verschiedenen Galerien des Museums gibt es Ausstellungen zu Reptilien, Insekten, Vögeln, Säugetieren, die Welt der Pflanzen. Die größte Attraktion ist natürlich der gigantische Tyrannosaurus Rex. Im Darwin Center werden alle bekannten Arten der Erde gesammelt. Ganz nebenbei zu sehen sind die noch von Charles Darwin selbst geschriebenen Etiketten, er hatte die Sammlung noch angelegt.

Wichtig zu wissen: Bis zum Sommer 2017 ist der Hauphalle des Museums sowie der Haupteingang geschlossen da eine neue Ausstellung vorbereitet wird!

das Natural History Museum in London

Respekteinflössende Kreaturen im Nartural History Museum in London

Hilfreiche Informationen & Tipps für einen Besuch des Museums

  • Der Eintritt ist kostenlos! Einzelne Ausstellungen kosten evtl Eintritt
  • Nebeneingang an der Exhibition Road nutzen um die ganz langen Schlangen zu umgehen (Aktuell ist der Haupteingang allerdings geschlossen!)
  • möglichst früh dort sein
  • zur besseren Orientierung im Natural History Museum die offizielle Besucher App laden

Adresse

The Natural History Museum – Link zur Website

Cromwell Road
London SW7 5BD

4. Das Science Museum in London

Meinem Gefühl nach ist das Science Museum in London ein unterschätztes Museum, das Gros der Besucher dürfte eher zum benachbarten Natural History Museum strömen. Aber das Science Museum in South Kensigton ist für einen Besuch mit Kindern schlicht genial! Mein damals 5jähriger bombardierte mich bei unserem Besuch am Stück mit Fragen zu den Themen Geografie, Flugzeugtechnik, U-Bahn Bau, Stadtgeschichte, Armut, Kulturen, Weltall, Dampfmaschinen, Mond, Erde einfach alles! Ist das nicht toll? Diese Neugier kann doch keine Schulstunde hevorlocken, zumindest keine von der ich (auch mittlerweile 5 Jahre später nicht!) weiß.

Denn um all diese Themen geht es im Science Museum in London und es ist keinesfalls ein Museum, in dem Kinder ein bisschen testen können warum Heliumballons fliegen. Höher – schneller – weiter, so habe ich das Gefühl, geht es in diesem Museum und es ist unglaublich was es alles zu sehen gibt. Aber natürlich kommen auch die kleineren Kinder nicht zu kurz, sonst wäre es ja doch kein echtes Science Museum: während die beiden oberen Etagen eher für die größeren Kinder und Erwachsene geeignet sind, sind die beiden unteren Etagen für die kleineren Kinder gedacht. Hier können sie toben, entdecken, anfassen und matschen. Eltern von Kindern bis ca. 8 Jahre sollten unbedingt nach dem Pattern Pod suchen und nach The Garden, der für Kinder bis ca. 6 Jahre geeignet ist. Hier können Kinder mit Wasserpumpen spielen und planschen, kleine Kittel können ausgeliehen werden. Es empfiehlt sich, vielleicht ein Ersatz Shirt mitzunehmen. Was ich an diesen beiden Hands On Aktivitäten besonders mochte: die Kinder kommen beim Spielen in Kontakt! Sie agieren miteinander, auch wenn sie die Sprache des jweils anderen nicht verstehen können. Sie warten auf Eimer oder darauf, dass sie endlich dran sind. Das Science Museum ist somit extrem gut auch für Familien mit Kleinkindern geeignet. Es kann nur sehr voll werden, da es natürlich auch für Londoner Familien bei schlechtem Wetter ein gern genommenes Ausflusgziel ist.

Auch im Science Museum gibt es einen Picknickbereich, in dem mitgebrachte Speisen verzehrt werden dürfen.

Hilfreiche Informationen & Tipps für einen Besuch

  • Sehr zu empfehlen für Familien mit Kleinkindern, aber auch für größere Kinder und Erwachsene
  • Der Eintritt ist kostenlos!
  • mitgebrachte Speisen und Getränke dürfen im Picknickbereich verzehrt werden
  • für kleinere Kinder aufgrund der Wasserspielmöglichkeiten evtl an ein Ersatzshirt denken
  • wenn die Schlange im benachbarten Natural History Museum zu lang ist, hier hin gehen
  • von der U-Bahn Station South Kensington nur 5 Minuten zu Fuß entfernt

Adresse

Science Museum – Link zur Website

Exhibition Road, South Kensington
London, SW7 2DD

5. Das Natural History Museum in Dublin

Spricht man von herausragenden, Naturhistorischen Mussen darf das Natural History Museum in Dublin nicht fehlen. Es ist Teil des National Museum of Ireland, das ingesamt aus vier Komplexen besteht. Das Natural History Museum in Dublin ist vielleicht nicht herausragend aufgrund seiner Größe oder Bekanntheit, aber für uns auf jeden Fall aufgrund des Besuchs Erlebnisses. Das Museum wird mehr oder minder liebevoll ‚Der tote Zoo‘ genannt und beinhaltet tatsächlich genau das: es ist vollgestopft mit toten Tieren, die allesamt aufgrund ihrer Größe, der Art der Präsentation oder ihres Alters zum Zeitpunkt der Konservierung beeindruckend sind. Das Museum wurde 1857 eröffnet!

Hinzu kommt das altehrwürdige Gemäuer, die spektakulären Räumlichkeiten und die Tatsache, dass ich mit den Kids so gut wie allein in den Ausstellungsräumen war. Keine lange Schlange, keine Warterei. Ein sehr effizienter und beeindruckender Museumsbesuch!

das Natural History Museum in Dublin

im Natural History Museum in Dublin

Hilfreiche Informationen & Tipps für einen Besuch

  • der Eintritt ist kostenlos
  • es ist ein sehr kleines aber feines Museum ohne lange Schlangen am Eingang
  • eher ein Geheimtipp da es oft bei einem Besuch in Dublin übersehen wird

Adresse

Natural History Museum Dublin – Link zur Website

Merrion Square
Dublin

6. Das Henry Ford Museum in Dearborn

In Dearborn, der Heimatstadt von Henry Ford, dem Gründer des Automobilherstellers Ford Motor Company, befindet sich eines der faszinierendsten Museen, die ich je besucht habe.  Das Henry Ford Museum, gelegen an der Grenze zum Großraum Detroit und im Schatten der Ford Werke. Überraschend weil ich zum einen ein ganz anderes Museum erwartet hatte, zum anderen ob seiner schieren Größe! Man könnte meinen, das Henry Ford Museum stelle ’nur‘ die eigene Unternehmensgeschichte dar oder zeige generell nur die Geschichte des Automobils – aber das Henry Ford Museum bietet sehr viel mehr als das!

Denn Henry Ford lag es daran, die Gegenstände von historischem Wert und öffentlichem Interesse vor dem Verfall oder der Zerstörung zu retten und zu konservieren um die Zeiten der industriellen Revolution zu porträtieren und erlebbar zu machen. So entstand das Henry Ford Museum aus Henry Fords persönlichen, gesammelten Gegenständen, die er ab ca. 1906 begonnen hatte zu sammeln. Heute umfasst das Museum eine Größe von etwa 49.000 Quadratmetern. Was als private Sammlung unter dem Namen ‚The Edison Institute‘ – benannt nach seinem Freund Thomas Edison – begonnen hatte, wurde es 1933 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Die Ausstellungen im Henry Ford Museum decken die verschiedensten Bereiche ab von den Fahrzeugen Amerikas und ihrer Bedeutung für die Menschen, über die ‚Helden der Lüfte‘ und ihre verrrückten Erfindungen, die Fahrzeuge der Präsidenten, die Geschichte der Eisenbahnen aber es geht auch um die Geschichte der amerikanischen Freiheit oder die Geschichte des Lichts, das Amerika ‚erleuchtete‘. So stehen im Museum einige besondere Ausstellungsstücke: darunter die Limousine in der US-Präsident John F. Kennedy saß als er erschossen wurde, der Bus, in dem Rosa Parks saß als sie verhaftet wurde nachdem sie sich geweigert hatte, ihren Platz für einen weißen Passagier zu räumen. Der 1961 Lincoln Continental befindet sich nicht mehr im ‚Originalzustand‘, da die Regierung damals beschlossen hatte das 1,5 Millionen Dollar teure Fahrzeug zu restaurieren und für weitere 13 Jahre in den Dienst zu schicken.

Falls ihr euch nun fragt, Lohnt sich ein Besuch im Henry Ford Museum in Dearborn? JA. Auf jeden Fall! Ihr solltet ihn aber – zumindest im Sommer ist das möglich – mit einem Besuch des Greenfiel Village verbinden! Dazu gleich aber mehr.

das Henry Ford Museum

der Lincoln in dem Kennedy erschossen wurde (umgebaut)

Hilfreiche Informationen & Tipps für einen Besuch

  • das Henry Ford Museum ist sehr familienfreundlich und für Kinder absolut zu empfehlen
  • der Eintrittspreis liegt bei 20 $ für Erwachsene und 15 $ für Kinder bis 12 Jahre, verschieden Kombitickets sind buchbar
  • Kinder können an verschiedenen Stationen die industrielle Revolution hautnah erleben: so erfahren sie alles über die Auwirkungen, das das von Hernry Ford erfundene Fließband mit sich brachte und können selbst einmal ein kleines Ford Model T zusammensetzen (dürfen es aber nicht behalten)
  • auch hier gilt: wer eine Führung bucht oder sich mit den Guides im Museum einfach mal unterhält, erlebt das Museum und die Geschichte Detroits hautnah!
  • Auch der Souvenirshop des Henry Ford Museums ist wahnsinnig interessant bestückt
  • Am Ausgang des Henry Ford Museums steht ein kleiner, alter und unscheinbarer Automat, der für ganz wenig Geld kleine, bunte Plastikautos produziert. Die Jungs lieben sie!
  • Wer die Eintrittskarten vorab online kauft, spart 10 %
  • es gibt Kombitickets, die zusätzlich das Greenfield Village abdecken sowie eine Ford Rouge Tour, also eine Werksbesichtigung. Dazu geht es mit einem Bus einmal auf die andere Seite der Straße.

Adresse

The Henry Ford – Link zur Website

20900 Oakwood Boulevard
Dearborn

7. Das Greenfield Village in Dearborn

„300 years of American life“ – also 300 amerikanisches Leben – sind Greenfield Village ausgestellt, das zusammen mit dem Henry Ford Museum das größte, zusammenhängende Indoor- und Outdoor Museum der USA bildet. Jedes Jahr besuchen etwa 1.6 Millionen Menschen ‚The Henry Ford‘. Greenfield Village ist eine Art Freilichtmuseum samt historischen Gebäuden, Passanten in originalgetreuen Kostümen, Pferdekutschen und alten Autos.

Um dieses Museum zu errichten hat Henry Ford nach und nach über 100 historische Gebäude von ihren ursprünglichen Orten wegtransportieren lassen und hier in einer Art Dorfverbund wieder aufgebaut. Im Greenfield Village stehen Gebäude aus dem 17. Jahrhundert bis heute und man fühlt sich wirklich in längst vergangene Zeiten zurückversetzt wenn man den Menschen in Kostümen bei der Farmarbeit zusieht oder bei ihrer Handwerkskunst. Neben dem Geburtshaus von Henry Ford und einer Garage, in der er das Ford Quadricycle gebaut hatte, steht im Greenfield Village das Fahrradgeschäft der Wright Brothers, das Labor von Thomas Edison (Replik) oder eine Windmühle aus Cape Cod, die  – gebaut in 1633 – als die älteste in Amerika gilt.

Highlight: Im alten Model T durch das Dorf fahren lassen

Kinder können hier frei herumlaufen, entdecken und lernen – allerdings ist das Greenfield Village nicht ganz autofrei. Aber die Fahrzeuge, die hier fahren, sind mein persönliches Highlight im Museum! Denn alle 27 sind original Ford Model T und Besucher können sich von ganz liebenswerten Herrschaften durch das Greenfield Village kutschieren lassen! Es ist als hätte man einen 100 Jahre Zeitsprung gemacht und ganz sicher ein absolut einmaliges Erlebnis! Wir haben uns bemüht, unseren Fahrer auszuquetschen so lange es ging und er hat uns alle offenen Fragen beantwortet.

im Model T durch das Greenfield Village

im über 90 Jahre alten Ford Model T durch das Greenfield Village

Hilfreiche Informationen & Tipps für einen Besuch

  • Das Greenfield Village ist nur in den Sommer- bzw Herbstmonaten (Mitte April bis November) geöffnet, bzw an vereinzelten Tagen im Winter
  • es lohnt sich, ein Kombiticket für den ganzen Ford Komplex zu kaufen auch wenn es sehr schwierig sein wird, beide Museen an einem Tag abzudecken denn die Laufstrecken sind doch recht enorm
  • das Greenfield Village ist super geeignet für Familiem mit Kindern, es gibt viele Picknickplätze und Imbissbuden
  • unbedingt mit der Weiser Railroad, einer Dampflok fahren, die sich prustend und schnaufend ihren Weg durch Greenfield Village bahnt. Ein Highlight für Kids! Vor allem da nach der Hälfte der Fahrstrecke Kohle nachgeladen werden ‚muss‘. Die Strecke ist ein Loop, insgesamt gibt es 4 Stationen

Adresse

The Henry Ford – Link zur Website
20900 Oakwood Boulevard, Dearborn

 

8. Das Wissenschaftsmuseum Nemo in Amsterdam

Das Wissenschaftsmuseum Nemo in Amsterdam ist ein echter Abenteuerspielplatz für Kinder. Sie können hier anfassen, ausprobieren und testen was das Herz begehrt. Nemo öffnet ihnen die Tür zu den Welten der Physik, Chemie, Biologie und Technik. Auf 4 Etagen finden Kinder und ihre Eltern praktische Antworten auf Fragen wie Wie entsteht Leben? Was ist eine Kettenreaktion? Warum schwanken Wolkenkratzer? bis zu: Was passiert mit meinem Körper wenn ich verliebt bin?

Bei den plastisch dargestellten Details zur Beantwortung der letzten Frage haben meine Kinder das Weite gesucht. Wir kommen also in ein paar Jahren nochmal wieder haha. Mehrmals am Tag werden Experimente durchgeführt, die sich lohnen, anzuschauen. Apropos anschauen: von der Dachterrasse des Nemo habt ihr einen fantastischen Blick über Amsterdam! Es bietet sich an, bei gutem Wetter dort oben eine Pause einzulegen. Auch das Nemo Gebäude selbst ist ein echter Hingucker: erbaut von Renzo Piano lockt es aufgrund der Bauweise Besucher schon von Weitem an.

das Wissenschaftsmuseum Nemo in Amsterdam

Zeit für Experimente im Wissenschaftsmuseum Nemo in Amsterdam

Hilfreiche Informationen & Tipps für einen Besuch

  • das Nemo befindet sich in der Nähe des Amsterdamer Hauptbahnhofs und ist von ihm aus gut zu Fuß zu erreichen
  • es ist erlaubt, ein eigenes Picknick mitzubringen, wenn es auf der Terrasse oben verspeist wird

Adresse

Nemo Science Museum – Link zur Website

Oosterdok 2
1011 VX Amsterdam

9. Das Fram Polarschiffmuseum in Oslo

Im Fram Museum im norwegischen Oslo könnt ihr das stärkste und berühmteste Schiff der Welt besichtigen: die Fram! Das Museum widmet sich der Geschichte der norwegischen Polarforforschungsreisen. Dabei geht es vor allem um die drei Forscher Roald Amundsen, Fridtjof Nansen und Otto Sverdrup. Das Fram Museum wurde um das Schiff herum gebaut, denn mit genau diesem hölzernen Polarschiff machte sich Roald Amundsen 1910 auf den Weg zu seiner Südpolexpedition – DER Südpolexpedition, bei der er sich einen Wettlauf mit der Zeit und mit Robert Falcon Scott lieferte und – wie wir sicherlich alle wissen – am Ende gewann. Insgesamt wurde die 1892 gebaute Fram bei drei Polarexpeditionen eingesetzt

Das Boot darf angefasst und betreten werden, was für die Jungs und auch für mich sehr faszinierend war. Noch faszinierender aber war es, die Eiseskälte der Polargebiete einmal selbst zu spüren! Möglich ist das in der sogenannten Eiskammer, die sehr anschaulich darstellt, unter welchen klirrend kalten Bedingungen die Männer damals auf dem Schiff lebten. Nach wenigen Minuten waren die Jungs durchgefroren und es zog sie wieder raus ins Warme. Im Fram Museum werden all die Geschichten und auch Niederlagen der Forschungsreisen anschaulich und in 10 Sprachen dargestellt.

2013 wurde das neue Gjøa Gebäude errichtet, das neue Ausstellungen über die Arktis, die nördlichen Polargebiete und die Nordwestpassage enthält. Bei unserem Besuch im Frammuseum in Oslo haben wir aber noch etwas anders gelernt: in den Gewässern vor Oslo gibt es Delfine!

das Frammuseum in Oslo

Ein Polarschiff im Museum in Oslo

Hilfreiche Informationen & Tipps für einen Besuch

  • das Fram Museum ist ein eher kleines Museum, aber sollte bei einem Oslo Besuch auf eurer Liste der Sehenswürdigkeiten nicht fehlen
  • schon die Lage des Museums auf der Halbinsel Bygdøy ist toll! Ihr könnt bequem mit der Fähre aus der Innenstadt herkommen
  • auf dem Weg über das Wasser zum Museum haben wir etwas unglaubliches gesehen: Delfine! Also haltet die Augen offen!
  • direkt neben dem Frammuseum finden sich zwei weitere Museen, die ihr in einem Rutsch mitnehmen könnt: das Kon-Tiki-Museum, das Norsk Folkemuseum, das Wikingerschiffsmuseum und das Norwegische Seefahrtsmuseum

Adresse

Frammuseum Oslo – Link zur Website

Bygdøynesveien 36
0286 Oslo, Norwegen

Das Mill City Museum in Minneapolis

10. Das Skimuseum am Holmenkollen in Oslo

Das Skimuseum am Holmenkollen in Oslo ist das älteste Skimuseum der Welt, untergebracht an einem legendären Ort: dem Berg Holmenkollen, nordwestlich von Oslo. Das Museum informiert anschaulich über die 4000jährige Geschichte des Skilaufens. Aber am beeindruckendsten ist natürlich die Schanze selbst bzw der Blick von oben hinunter – so man denn eine freie Sicht hat. Mich packte direkt die Höhenangst. Wer auch so schissrig ist, kann in einem Simulator erleben, wie es sich anfühlen muss, als Skispringer von dieser Schanze zu springen!

das Skimuseum am Holmenkollen in Oslo

die Sprungschanze versinkt im Nebel in Oslo

Hilfreiche Informationen & Tipps für einen Besuch

  • das Skimuseum ist sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen, nach dem Stop geht es allerdings noch ein gutes Stück zu Fuß bergauf. Logisch, wenn man eine Skischanze besichtigen will
  • der Berg ist Teil eines Naherholungsgebietes, der Nordmarka, das sich für Wanderungen oder andere Aktivitäten anbietet
  • im Winter lassen sich von hier kilometerlange Langlauftouren unternehmen oder Oslos längsten Rodelberg Korketrekkeren testen
  • die gesamte Anlage ist eine von Oslos meistbesuchten Spots

Adresse:

Skimuseum Holmenkollen – Link zur Website

Kongeveien 5
0787 Oslo

3 Kommentare

  1. Ines

    Sehr coole Museen, sind gleich auf die Favoriten-Liste gekommen. Wenn ich überlege, wie das früher war, todlangweilig, damit konnte man mich als Kind jagen. Heute gehe ich gern mit meinen Kindern ins Museum. In Berlin mag ich besonders das Technik- und DDR-Museum. LG, Ines

  2. Maria-Bettina

    Liebe Heike,
    tolle Geschichte! Da bekomme ich gleich noch mehr Lust auf Museen, als ich ohnehin schon habe. Erstmal werde ich versuchen, die Spione in Washington D.C. in die Reiseplanungen der nächsten Jahre einzubauen – obwohl oh heute, am Trump-Day, nichts von Washington hören will.
    Trotzdem einen schönen Tag!
    Maria

  3. feli

    Liebe Heike!

    Wooooow so inspirierend! ich werde den Artikel meinen Schwestern und meiner Mama zuschicken 🙂

    Liebe Grüße aus Argentinien
    feli

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