Einen Mietwagen im Ausland buchen – meine Tipps und Erfahrungen

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit billiger-mietwagen.de

Wie haben Reisende eigentlich früher, in den internetlosen Zeiten, einen Mietwagen im Ausland gebucht? Preise per Telefon abgefragt und gebucht? Sich vor Ort in eine lange Schlange gereiht und gebangt, dass am Ende noch ein Wagen verfügbar ist? Das ist eine ernst gemeinte Frage, die ich mir während der Vorbereitung dieses Artikels stellte. Denn heute können wir uns durch das Internet klicken und finden sofort unzählige, mit ein paar Klicks buchbare Mietwagenangebote für so gut wie jeden Ort der Welt. Aber wie es oft ist: nicht immer bietet der schnelle Klick die nachhaltig besten Preise. Genau die wollen wir doch aber bei der Buchung eines Mietwagens für eine Reise im Ausland finden! Genau das ermöglichen Mietwagensuchmaschinen. Eine davon ist billiger-mietwagen.de, über die ich für unsere bevorstehende Reise durch die USA und Kanada ein Auto gebucht habe.

Wenn ich mit den Kindern verreise, benötige ich so gut wie immer ein Auto. Entweder starten wir mit dem eigenen Fahrzeug von zuhause aus oder ich miete einen Wagen im Ausland. Ob Puerto Rico, amerikanisches Festland oder England – die jeweiligen Anforderungen an das Fahrzeug sind bei mir extrem unterschiedlich. In Zusammenarbeit mit Billiger-Mietwagen.de möchte ich euch von meinen Erfahrungen und Learnings berichten und euch Tipps für die Suche nach einem günstigen Mietwagen sowie für eine zufrieden stellende Buchung geben.

Erfahrungen & Tipps zur Buchung eines Mietwagens im Ausland

1. Einen Mietwagen buchen für die USA & Kanada – Grundsätzliches

Mit der Suche nach einem günstigen Mietwagen beginne ich immer so früh wie möglich und von zu hause aus. Sobald ich die Flugtickets habe, recherchiere ich eine Reiseroute und kümmere mich um die genaue Streckenplanung des Roadtrips, damit ich den Mietwagen reservieren kann. Natürlich gibt es Länder und Reisezeiten, in denen es überhaupt kein Problem ist, spontan vor Ort ein Fahrzeug zu bekommen. Aber in der Hauptsaison und in eher dünn besiedelten Ländern ist das ganz sicher nicht der Fall. Da immer meine kompletten Reisen von einem verfügbaren Fahrzeug abhängen, gehe ich stets auf Nummer sicher, so dass dieser Punkt ganz oben auf meiner Reise To Do Liste steht.

Für meinen knapp 6 wöchigen Roadtrip mit den Kindern durch die USA und Kanada stand ich bei der Buchung des Mietwagens vor besonderen Herausforderungen:

  • ich benötigte insgesamt 2 Fahrzeuge – einen Wagen in Kalifornien, einen in Seattle
  • den Wagen in Kalifornien benötigte ich nur One Way, ich musste also eine günstige Einwegmiete finden
  • der Wagen ab Seattle musste die Grenze nach Kanada überqueren dürfen
  • er musste offiziell auf einer Fähre transportiert werden dürfen
  • er musste bestimmte Straßen befahren dürfen, die nicht jeder Vermieter freigibt
  • die Wagen sollten nicht zu klein sein, da die beiden Kids auf der Rückbank sitzen werden und wir teils lange Strecken zurücklegen

2. Eine Übersicht verschaffen über das Angebot

Gerade bei solch komplizierten Anforderungen macht es sehr viel Sinn, sich auf einer Mietwagenpreisvergleichsplattform, wie Billiger-Mietwagen.de eine ist, einen ersten Überblick über die Angebote der verschiedenen Mietwagengesellschaften zu verschaffen. Hierüber sind auf einen Blick die Bewertungen der verschiedenen Anbieter zu erkennen, das heißt, ihr könnt die vermeintlich besseren von den vermeintlich schlechteren trennen. Über die aufklappbare Filterfunktion am linken Rand der Seite könnt ihr eure Vorgaben und Wünsche bezüglich eines Fahrzeugs genau definieren und eingrenzen, so dass sich die angezeigten Angebote an eure Auswahl anpassen. Das bieten die einzelnen Vermieter in ähnlicher Form auch an, beschränken die Ergebnisse aber natürlich meist auf die eigenen Angebote, könnt euch dort logischerweise keinen Gesamtüberblick verschaffen.

Beispielsuche 2 Wochen Mietanfrage Seattle-Seattle SUV

Unabhängig von den Anforderungen, die mein geplanter Roadtrip an sich an eine Mietwagenbuchung stellt, sind mir generell folgende Punkte IMMER sehr wichtig:

Keine spontanen Zusatzkosten vor Ort!

Der Fehler:  man möchte Geld sparen, bucht einen billigen Mietwagen ohne die Bedingungen genau zu checken und wird vor Ort mit einem Autovermieter konfrontiert, der auf eine (angebliche) unzureichende Versicherung hinweist. Schon sitzt einem die Angst im Nacken und man zückt die Kreditkarte. Ich bin sicher, dass so gut wie jeder schon mal in dieser Situation war und selbst mir ist es vor kurzem noch einmal passiert, als ich nur schnell schnell ein Auto für ein paar Tage benötigte.

Die Lösung: ich buche ohnehin NUR Mietwagen inkl. ‚Vollkaskoschutz mit Erstattung der Selbstbeteiligung‚ und lasse mir über die Filterfunktion auch nur solche Angebote anzeigen. Die Kunst ist dann eigentlich nur, auf das zu vertrauen, was man gebucht hat und dem Zusatzversicherungs-Geschwafel vor Ort zu widerstehen. Denn meist gilt:

Ein zusätzlicher Abschluss von Zusatzversicherungen (z.B. DVW, Super CDW, EXW), für den Ausschluss der Selbstbeteiligung und Deckung von Schäden an Glas, Reifen, Unterboden und Dach, ist nicht notwendig. Im Schadensfall wird der lokale Fahrzeugflottenanbieter die Selbstbeteiligung von der hinterlegten Kaution einbehalten. Nach Ihrer Rückkehr übermitteln Sie uns zur Erstattung bitte alle Mietunterlagen (Mietvertrag, Schadensbericht/Polizeibericht, Zahlungsnachweis). / © Sunny Cars

Da ich weiß, dass wir sehr viel fahren werden und nicht immer auf den allerfeinsten, geteerten Straßen unterwegs sind, ist mir wichtig, dass auch ein Glas-, Reifen- und Unterbodenschutz inklusive ist.  Weitere Filter-Häkchen setze ich bei Tank voll/voll und alle Kilometer frei. Das heißt ich bekomme den Wagen mit vollem Tank und geben ihn mit vollem Tank ab und ich kann so viele Kilometer fahren wie ich möchte ohne dass ich extra dafür bezahlen muss. Eine Option, die im Ausland meist Standard ist, aber es empfiehlt sich, diesen Punkt nicht zu übersehen da das sehr teuer werden kann!

Ein bezahlbares Auto finden, mit dem ich gerne fahre!

Es gab Zeiten, da habe ich einfach den kleinsten bzw billigsten Wagen gebucht, den es gab weil mir vollkommen egal und unwichtig war, womit ich fuhr. Diese Zeiten sind aus verschiedenen Gründen vorbei: zum einen weil ich mit Kindern reise und automatisch mehr Platz benötige, zum anderen weil mir der Fahrspaß und ‚Comfort‘ wichtig ist wenn ich tausende Kilometer fahren werde. Über die Filterfunktion klicke ich die verschiedenen Optionen durch und wähle die Gelände bzw SUV Kategorie, aber hier hat wohl jeder andere Prioritäten, die es herauszufinden gilt.

Bei einer Mietwagenbuchung in den USA und Kanada sind die Wagen am Ende meist ohnehin größer und besser als erwartet, buche ich einen Wagen für Europa, würde ich persönlich je nach Reiseziel noch den Filter Automatik aktivieren. Warum? Ich kann sehr gut mit Handschaltung fahren, aber auf langen Fahrten ist es einfach nervig und ich kann euch aus eigener Erfahrung sagen: vor allem im englischen Linksverkehr ist das kein Spaß! Schalten mit der linken Hand, auf der falschen Seite sitzen, auf der falschen Spuren fahren, kein Navi dazu gebucht und alle parken gefühlt mitten auf der Straße. Ein Fehler, den man nur einmal macht haha. Man fährt wieder wie ein absoluter Fahranfänger. Zumindest in den ersten Stunden.

Für 4 Tage England wollte ich einfach einen günstigen Mietwagen. Freunde wurden wir nicht!

Ein Navi dazu buchen wenn es mich innerlich beruhigt

Das Thema Navi bei Mietwagen ist ein ärgerliches. Das ist meine persönliche Meinung, da ich überzeugt bin, dass es mittlerweile für die Vermieter schwerer sein dürfte, Autos zu beziehen, die KEIN Navi haben, als welche MIT. Dennoch sind die Preise für zu gebuchte Navigationsgeräte horrend und verteuern den finalen Preis durchaus. Oft habe ich daher kein Navi mit gemietet, stattdessen ab und an ein eigenes mitgebracht (früher). Natürlich funktioniert die Navigation über Google Maps, aber für mich bleibt es eine eher nervige Sache. Die Google Maps Lösung erfordert einen geschickten Datentarif und man muss das Handy irgendwie im Auto anbringen. Und es ist schon geiler einfach auf ein paar Tasten drücken zu können und loszufahren. Für meine bevorstehende Reise habe ich ein Navi dazugebucht, bzw ein Auto mit Navi gebucht, da ich diverse Metropolen durchfahren werde wie Seattle under Vancouver und zusätzlichen Verkehrsstress vermeiden möchte.

3. Nach der groben Auswahl die Angebote feintunen

Sind die Angebote grob nach den persönlichen Präferenzen eingegrenzt, geht es ans Feintuning. Infrage kommende Fahrzeuge können mit einem Klick in eine Vergleichsliste gewählt werden, die bis zu 3 Fahrzeuge anzeigen kann. Klickt man dann auf ‚Angebot‘ erscheinen die Details. Am wichtigsten hier sind neben den Punkten Versicherung und Leistungen vor allem die Mietbedingungen. Hier werden all die Infos aufgelistet, die ihr zwingend vor der Buchung checken solltet. Hier steht beispielsweise drin, ob das Fahrzeug die Grenze nach Kanada überqueren darf, welche speziellen Straßen genutzt werden dürfen oder eben NICHT wie die oft so szenischen aber gefürchteten Gravelroads. Dieser Anbieter erlaubt sogar die Grenzüberquerung nach Mexiko, was bei den meisten Vermietern nur mit einer zusätzlichen Versicherung möglich ist.

Leider kommt es immer mal wieder vor, dass die Angaben der Vermieter sich in den Details widersprechen. Ich persönliche bekomme dann ein schlechtes Gefühl und suche lieber nach einem anderen Anbieter bis ich eindeutige, klare Angaben finde. Generell aber gilt: wer Fragen hat oder Details abklären lassen will, der rufe bei billiger-mietwagen.de einfach an. Die sitzen in Köln und haben wirklich sehr kompetente Ansprechpartner, die auch bei komplizierteren Fragen weiterhelfen können.

4. Thema Mietwagen und Fähren

Der Punkt ‚Darf man mit einem Mietwagen auf einer Fähre fahren?‚ ist ein recht komplizierter. Denn generell lautet die Antwort auf die Frage in den Mietbedingungen der Vermieter erst einmal: NEIN! Aber zum Glück ist es dann doch irgendwie möglich, so wie in meinem Fall in British Columbia, Kanada.

Zunächst einmal muss man natürlich zwischen den verschiedenen Fähranbietern bzw Booten unterscheiden. Da haben wir die kleinen wackligen, die vorwiegend kleine Inseln ansteuern und auf die man raufpoltert und wieder runter, und die großen Schiffe, wie die von BC Ferries beispielsweise, dem größten Fähranbieter in Nordamerika. Eine Fahrt auf den kleinen Booten wird verboten bleiben, eine Fahrt auf den großen kann genehmigt werden!

Was wichtig ist, zu wissen: eine Fährfahrt muss im Vorfeld offensiv kommuniziert und abgeklärt werden. Das heißt, billiger-mietwagen.de hat in meinem Fall den Kontakt zum Anbieter Alamo aufgenommen, meine Fährfahrt angefragt und vom Vermieter absegnen lassen. Dieser Eintrag findet sich im Mietvertrag wieder. Und ist wichtig für die Fährfahrt vor Ort, denn es kann sein, dass ihr ohne diesen Nachweis die Fähre nicht befahren dürft.

Das einzige Ding ist: auf der Fähre habt ihr keinen Mietwagen Versicherungsschutz bzw es gilt der des Fähranbieters (der Haftung ausschliesst). Meine persönliche Meinung ist, dass man sich nicht von einem Angstgefühl irritieren lassen oder vom Vorhaben gar abbringen lassen sollte. Denn, mal ehrlich, wie viele BC Ferries sind in letzter Zeit mit Mietwagen an Bord gesunken? Klar ist das erstmal komisch, aber es ist einfach ein super unwahrscheinlicher Fall, dass vor Ort etwas passiert. Wichtig ist aber in jedem Fall, genau darüber informiert zu sein, wie es sich verhält. Ich der Meinung, dass man sich keinen teuren Extra-Versicherungsschutz des Vermieters – nur für die Fährfahrt – aufschwatzen lassen sollte!

Da mein Fährticket schlanke 900 CAD$ kostet, war mir sehr daran gelegen, diesen Punkt zu klären. Ich bin gespannt, wie es sich vor Ort alles ausgeht.

5. Generelle Regeln und Erkenntnisse

  • vertraue auf das was du gebucht hast – aber nur wenn du gründlich recherchiert und alle wichtigen Details gelesen hast
  • Einwegmieten in Kalifornien sind kostenlos! Dadurch läßt sich Kalifornien einfacher bereisen.
  • nicht alle Vermieter ermöglichen ein komplett freies Bewegen innerhalb der USA
  • eine Grenzüberquerung nach Kanada und vor allem nach Mexiko ist immer kompliziert und muss abgeklärt werden
  • mit dem Auto nach Alaska zu fahren ist ein Ding der Unmöglichkeit, auch die tollen Highways zu befahren mit einer Anmietung IN Alaska ist komplett verboten. Wer das machen möchte, der muss einen Spezialanbieter konsultieren.
  • ich persönlich nehme immer meinen internationalen Führerschein mit! Auch wenn die Sheriffs, denen ich ihn bisher gezeigt habe, nur Fragezeichen im Gesicht hatte. Er ist Pflicht, gilt aber NUR in Kombination mit dem regulären Führerschein. Wenn es hart auf hart kommt soll es nicht am Dokument scheitern

Habt ihr nach der Recherche ein Fahrzeug gefunden, könnt ihr es über billiger-mietwagen.de buchen. Je nach Anbieter Angaben werden die Wagen sofort bestätigt oder binnen der nächsten 48 Stunden.

Was habt ihr für Mietwagen Erfahrungen gemacht? Was sind die Herausforderungen bei euren Reisen? Was ist euch wichtig? Erzählt mir doch davon in den Kommentaren! 

1 Kommentar

  1. Melanie

    Bisher haben wir nur zwei Mal Mietwagen gebucht, einmal für Teneriffa und La Gomera und einmal vor Ort auf Ibiza. Das war immer unkompliziert, aber wir hatten auch keine großen Anforderungen.
    Ich wollte an dieser Stelle sowohl aus Leserinnen- wie auch aus BloggerinnenSicht sagen, dass das echt mal ein Werbeartikel mit Mehrwert war! Ich speicher ihn mir mal ab, wenn wir selber mal eine längere (Flug-)Reise planen und konkret diese Fragen auf uns zu kommen. Danke!

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