Das Nordkap – Mit dem Auto zum nördlichen Ende Europas

Das Nordkap zu erreichen – ob mit dem Auto, dem Motorrad, dem Wohnmobil, dem Fahrrad, dem Trekker oder zu Fuß – das ist für viele ein Traum! Einmal im Leben am nördlichsten Punkt Europas stehen, das Eismeer zu sehen und zu fühlen und inmitten einer gigantischen Kulisse aus Meer, Klippen und rauem Wetter die Gedanken kreisen lassen – kurzum: eine atemberaubende Nordkap Tour erleben! Das hat etwas majestätisches. Oder etwa nicht?

Auf meinem Roadtrip durch den arktischen Norden Norwegens lag das Nordkap auf dem Weg. Und ich gebe zu: ich hatte kurz überlegt, einfach daran vorbeizufahren. Der Schlenker erschien mir zu plakativ, zu touristisch, ZU naheliegend. Zudem dürfte das ‘Nordkap’ eines der meist beschriebenen Themen Norwegens sein. Letztendlich siegte meine Neugier. So weit oben im Norden bin ich vielleicht nur einmal im Leben, da kann ich unmöglich daran vorbei fahren. Gesagt, getan, gefahren.

In diesem Artikel teile ich meine persönlichen Eindrücke von meiner Fahrt zum Nordkapp und meinem Aufenthalt dort oben mit euch. Ganz klar beeinflusst war ich von meinem schon einige Tage andauernden Roadtrip auf den einsamsten Straßen Norwegens, auf dem ich kurz zuvor mein ganz persönliches ‘Nordkap’ bereits gefunden hatte. Ein Moment, in dem mir klar war, dass das ‘echte’ Nordkap jetzt nur noch würde verlieren können. Aber das wird Teil eines weiteren Artikels sein.

Nordkap noch 157 Kilometer

Das Nordkap – nördlichster Punkt Europas

Das Nordkap in Norwegen – Erwartung & Realität

Aufgrund vieler Erzählungen und Berichte waren meine Erwartungen, was die Fahrt zum Nordkap betrifft, ohnehin gedämpft. Ich rechnete mit einer Umenge an Verkehr und ganzen Konvois von unüberholbaren Wohnmobilen. So war ich letztendlich komplett überrascht, wie schön und verhältnismäßig leer Mitte Juni die einzige Straße zum Nordkap war. Denn alternative Routen gibt es nicht. Zum Nordkap führt nur eine Straße: die E 69.

Die E 69 – die einzige Straße zum Nordkap

Die Europastraße 69 – oder eben E 69 – ist die Verbindungsstraße vom Olderfjord und dem Nordkap im Norden Norwegens. Die Straße ist 129 Kilometer lang und auf dem Weg zum Nordkap durchfährt man insgesamt 5 Tunnel. Der längste und beeindruckendste ist mit knapp 7 Kilometern der Nordkaptunnel. Ich bin nur mit dem Auto durch den Nordkaptunnel gefahren, aber Simon von Simon pa tur durchquerte Norwegen der länge Nach zu Fuß und ist auf seinem Weg durch den Tunnel gelaufen!

Und weil die Norweger Superlative lieben, da diese sich gut vermarkten lassen, fanden sie für die E 69 auch einen: die Europastraße 69 ist die nördlichste Straße der Welt (mit Anbindung an ein internationales Straßennetz).

europastraße_69

Das Nordkap – was erwartet euch auf der E69 und den letzten 129 Kilometern?

Die letzten 129 Kilometer auf der Europastraße 69 sind spektakulär! Wie ihr auf der Landkarte erkennt, führt die E69 euch konstant an der Küste entlang. Es gibt also auch hier unzählige und lohnenswerte Fotostops.

Mein Tipp daher: plant genug Zeit ein um diese Straße zu fahren! Es passiert schnell, dass ihr auf eurem Norwegen Roadtrip für ausgerechnet diesen Teil der Reise kein Zeitbudget mehr zur Verfügung habt. Wenn ihr nicht gerade zur absoluten Hochsaison auf der E69 unterwegs seid, erwarten euch auch hier leere Straßen, aber je nördlicher ihr fahrt, desto voller wird es. Welchen Geheimtipp ihr auf dem Weg zum Nordkap unbedingt sehen solltet und extra einplanen solltet, das verrate ich euch in einem der nächsten Blogposts.

Auf dem Weg ans nördliche Ende Europas kommt ihr unter anderem an einer alten, verlassenen Schule vorbei, die sogar als Location für Filme buchbar ist.

Roadtrip Norwegen - mit dem Auto zum Nordkap

Rentiere an der E63 - auf dem Weg zum Nordkap

mit dem Auto zum Nordkap

Lost Place auf dem Weg zum Nordkap

Wahnsinnslocation auf dem Weg zum Nordkap: eine alte, verlassene Schule!

Honningsvag – der letzte Ort vor dem Nordkap

Honningsvag ist der letzte Ort vor dem Nordkap! Ein irgendwie verrücktes, charaktervolles Örtchen mit vielen liebenswerten Menschen, an dem ihr auf dem Weg zum Nordkap auf keinen Fall vorbeifahren solltet! Ich habe in Honningsvag übernachtet, und wenn ihr nicht gerade mit dem Wohnmobil zum Nordkap fahrt oder vorhabt, draußen zu zelten oder im Auto zu pennen, empfehle ich euch wirklich in Honningsvag zu übernachten. Zum einen, weil ihr dadurch viel mehr Zeit habt, das Nordkap zu erkunden, sondern auch weil Honningsvag ein Erlebnis ist. Gerade zur Mittsommernacht in dem es auch nachts taghell ist. So hoch in den Norden kommt ihr so schnell nicht wieder, also saugt die Atmosphäre, die Landschaft und das Licht bei Nacht so intensiv auf wie es geht!

Unbedingt machen: Einmal im Leben bei Tageslicht mitten in der Nacht aus der Kneipe fallen! Hier habt ihr die Gelegenheit dazu. Bei typisch norwegischem Essen und leckerem Bier!

Honningsvag, letzter Ort vor dem Nordkap

Der Hafen von Honningsvag am Nordkap kurz vor Mitternacht!

Hotel vor dem Nordkap – Übernachten in Honningsvag

In Honningsvag steht die letzte Tankstelle vor dem Nordkap – ein weiterer Superlativ. Hier könnt ihr nochmal volltanken und euch auf die Schnelle mit ein paar Snacks und Getränken und vor allem heißem Kaffee eindecken. Denn aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das auf dem Weg hierher nicht wirklich möglich ist. Die Tankstelle ist somit sehr gut frequentiert und ich bin sicher, wer hier eine Zeit lang das Treiben beobachtet, füllt ein ganzes Buch mit Lebensgeschichten. So gut wie jeder, der sich auf dem Weg zum Nordkap befindet, hält hier an. Das muss allerdings auch zu vielen, eher unschönen Begegnungen geführt haben. Nur so kann ich mir erklären, dass ich meine Passnummer auf der Tankquittung notieren musste, nachdem ich mit der Kreditkarte bezahlt hatte!

Die Übernachtungsmöglichkeiten in Honningsvag sind eingeschränkt und ihr solltet euch rechtzeitig darum kümmern. Denn so klein Honningsvag ist, so voll kann es aufgrund der Nähe zum Nordkap werden. Der Ort liegt nicht nur direkt an der E 69, sondern ist auch Anlegestation der Hurtigrutenschiffe und Stop vieler Bustouren zum Nordkap.

Das Scandic Hotel in Honningsvag

Das einzige Hotel in Honningsvag ist das Scandic Honningsvag, das – wie ich beim Updaten dieses Artikels erst bemerke – Zimmer mit Fjordblick hat! Ich empfand das ganze Hotel bei Ankunft als sehr skurril. Mein Zimmer war winzig, das Hotel wimmelte vor Senioren und es roch im ganzen Haus nach Spinat. Denn die Reisenden der Bistouren bekommen hier ein teures Abendessen im Buffetstyle. Nach einem kurzen Blick in den Essraum floh ich und das war die allerbeste Entscheidung überhaupt, denn nach einigem Suchen landete ich in einer super guten Kneipe und lernte eine nette Truppe Norweger kennen.

Meine Tipps für einen Besuch in Honningsvag:

  • unbedingt für eine Übernachtung in Honningsvag bleiben! So könnt ihr mehrfach und vor allem zu verschiedenen Tages- und Nachtzeiten zum Nordkap fahren. So entgeht ihr den meisten Touristen und vor allem den Reisebussen und wirklich sehr vielen Wohnmobilen. Vor allem im Sommer natürlich eine tolle Möglichkeit!
  • das Scandic Honningsvag – wirklich nicht schön von Außen, aber die Lage ist sehr gut. Früh buchen! Der Buchungsplaner zeigt aktuell kein einziges freies Zimmer an, werde mal recherchieren, was los ist.
  • Übernachtungs-Alternative: das Scandic Nordkapp. Vorteil: ihr seid näher am Nordkap. Nachteil: außer dem Hotel ist da nichts los
  • das tolle Restaurant samt Bar ‚Corner‘ direkt am Hafen! Hingehen um mit Einheimischen zu quatschen, ein norwegisches Bier trinken und das teils deftige norwegische Essen probieren! Auf der Karte stehen noch Gerichte wie Walfleisch Stew. Denn Norwegen fängt weiter kommerziell Wale. Sollte man nicht unterstützen, es gibt viele andere leckere Gerichte!

Honningsvag – noch 30 Kilometer bis zum Nordkap

Mit vollem Tank und heißem Kaffee machte ich mich in der mittlerweile gut verstaubten Mercedes-Benz C-Klasse auf den Weg. Von Honningsvag aus sind es noch knapp 30 Kilometer bis zu meinem großen Zwischenziel, dem Nordkap! Die E63 legt auf diesem Teil noch einmal ordentlich an Dramatik zu! Ich bin überrascht, wie schön auch diese Strecke zu fahren ist, denn ich bin so gut wie allein unterwegs. 1-2 Wohnmobile überhole ich auf dem Weg bergauf, eine Handvoll Fahrzeuge kommen mir entgegen.

Die schmale Straße schlängelt sich den Berg zum Nordkap rauf, setzt sich dabei von der Umgebung ab so dass ich immer mal wieder das Gefühl habe, ‘runterfallen’ zu können wenn ich nicht aufpasse. Viel Spiel ist da nicht. Sehr schade ist, dass es auf diesem Teil so gut wie gar keine Möglichkeit gibt, anzuhalten um Fotos von Straße und Landschaft zu machen. Haltebuchten? Fehlanzeige. Würde ich rechts ran fahren, würde ich den gesamten Verkehr blockieren. Kein Problem, wenn kein Auto kommt. Nur die, die kommen sind sehr schnell unterwegs. Ich komme nicht umhin, mir zu wünschen, einmal ganz allein auf weiter, abgesperrter Flur zu sein um diese wunderbar kurvige und szenische Straße im Wunschtempo zu fahren.

mit dem Auto zum Nordkap

noch 13 Kilometer bis zum Nordkap

mit dem Auto zum Nordkap

Das Nordkap – Ankunft am Ende der Welt

Viel zu schnell komme ich oben an. Das Nordkap liegt vor mir. Von jeglichem gigantischen Anblick trennt mich noch eine Schranke, an der ich eine Eintrittskarte kaufe bzw. meine vorhandene und zu Hause ausgedruckte vorzeige. Im Kassenhäuschen sitzt eine Deutsche, was sicherlich nicht überraschend sein sollte. Dann öffnet sich die Schranke ich suche mir auf dem nördlichsten Parkplatz Europas, auf dem unzählige Wohnmobile abgestellt sind und ganz offenkundig vorhaben, länger zu bleiben, einen Platz.

Der Wind pfeift mich aus dem Auto und ich mummel mich dicker ein. Auf gehts in die Nordkaphallen hinein und gleich auf der anderen Seite wieder raus, direkt zur berühmten Weltkugel, dem Wahrzeichen des Nordkap! Die Sicht auf die Klippen, das Eismeer und die gigantische Landschaft ist frei von Nebel, was selten vorkommen soll hier oben. Vor der Weltkugel stehen zig Touristen, schiessen Selfies und bergeweise Fotos. Genau das werde ich auch gleich machen. Ich erwische einen Moment, in dem es zumindest so aussieht, als wäre ich komplett allein hier oben. Zugegeben, ich hatte es mir hier deutlich voller vorgestellt. Ich schaue dem Treiben eine Weile zu, aber eine echte Nordkapromantik will sich nicht einstellen. Vermutlich weil mein Herz einer anderen Ecke Norwegens gehört, oder doch zu viele Touristen hier oben sind.

Einfahrt Nordkap

Wohnmobile am Nordkap

Touristen am Nordkap

Eingang Nordkap Nordkaphallen

das Nordkap, das nördliche Ende Europas

das Nordkap

Aussicht auf das Meer vom Nordkap

Köln Format am Nordkap

Vielleicht fehlte mir auch das Gefühl von Stolz und Erleichterung, etwas ‘erreicht’ zu haben. Ich habe nichts großes geleistet, um hierher zu kommen. Ich bin nicht wochenlang durch ganz Norwegen gewandert, so wie zum Beispiel Simon das gemacht hat oder über mehrere Monate mit einem Oldtimer Trecker ans Nordkap gefahren, so wie Trecker Willi und Kumpel das gemacht haben. Die beiden hatte ich ja auf meinem Roadtrip zum Nordkap bei Alta getroffen, angehalten und mich mit ihnen unterhalten.

Wenn man sich solch ein Projekt setzt, dann empfindet man das Nordkap sicherlich als etwas ganz majestätisches. Aber ich habe Norwegen mit dem Auto befahren und mich in 3 Roadtrips über 3 Jahre zum nördlichsten Punkt hoch geschraubt. Was eine ganz fantastische Reise war und ist – aber das Nordkap war für mich nie das große Ziel der ganzen Reise. Mein Ziel war es: die schönsten Straßen Norwegens mit dem Auto zu erfahren. Ich schiesse ein paar weitere Fotos und setze mich dann für einen Kaffee an die Bar, erkunde den riesigen Souvenirshop und mache mich wieder auf den Rückweg nach Honningsvag, auf dem mir jetzt ein ganzer Tross von locker 40 Wohnmobilen aus England entgegenkommt. Die Vorfreude der Fahrer und Beifahrer auf das Nordkap kann ich durch die Frontscheiben erkennen.

Das Nordkap!

Verkehr auf dem Weg zum Nordkap

auf dem Weg zum Nordkap mit dem Auto

die letzten Kilometer vor dem Nordkap

mit dem Auto zum Nordkap

Wetter Nordkap

Was das Wetter am Nordkap angeht, da hatte ich wohl großes Glück! An diesem Tag war es zwar sehr windig, was hier oben ziemlich normal sein dürfte, aber die Sicht auf die atemberaubenden Felsen war frei! Der Nebel, der das Nordkapp gerne und oft verhüllt, hatte sich verzogen. Allerdings war es ordentlich kalt, ganz so, wie es sich für den fast nördlichsten Puntk Europas gehört.

Weitere hilfreiche Informationen und Tipps für einen Besuch am Nordkap

  • wer die Zeit am Nordkap voll ausnutzen möchte, übernachtet hier oder in Honningsvag und stattet dem dann leereren Nordkap auch mal mitten in der Nacht einen Besuch ab
  • der Eintrittspreis für das Nordkap beträgt 165 NOK pro Person für volle 12 Stunden oder 255 NOK pro Person für volle 24 Stunden
  • wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad (also unmotorisiert) hoch kommt, muss keinen Eintritt bezahlen
  • Öffnungszeiten des Besucherzentrums in der Sommersaison 11 Uhr bis 1 Uhr
  • Übernachten im Wohnmobil auf dem Parkplatz ist möglich
  • Ein Besuch am Nordkap ist eine gute Gelegenheit, mal wieder eine Postkarte zu schreiben. Denn das Nordkap hat ein eigenes Postamt mit eigenen Briefmarken!
  • weitere Infos könnt ihr hier nachlesen

Wer den richtigen, echten, wirklichen nördlichsten Punkt des europäischen Festlandes sehen will, den Knivskjellodden auf Magerøya, der muss sich auf eine Wanderung begeben. Denn dieser Punkt liegt gut 8 Kilometer – ca. 2,5 h zu Fuß one way – entfernt vom Nordkap Plateau. Der Wanderpfad beginnt am Parkplatz an der E 69, in etwa 7 km vor der Schranke oben.

Weitere Artikel mit vielen Tipps zu meinen Norwegen Roadtrips findet ihr hier:

Roadtrip durch die Arktis Norwegens – eine Reise bis an die Grenze Russlands

Ein Roadtrip Update nach 1700 Kilometern

Magische Mitternachtssonne und einsamste Traumstraßen

Mein Roadtrip durch die Arktis wurde unterstützt von Visit Norway, Northern Norway, Innovation Norway und Mercedes-Benz.

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9 Kommentare

  1. Christina

    Hallo Heike, der Vergleich der bevölkerten und fast leeren Weltkugel gefällt mir. Auch weil es etwas über die Tourispots dieser Welt aussagt. Ich bin Deiner Reise gern gefolgt und freue mich auf Deinen nächsten Roadtrip. Christina

  2. vielweib

    Das kenne ich auch von meiner Reise zum Kap der guten Hoffnung mit der Sache „‘fehlt’ mir das Gefühl, etwas ‘erreicht’ zu haben.“ Auch mit dem Auto dort hin, war es ein Tourispot und Anstehen zum Fotoshooting (das musste ich ja dann doch haben).
    Sollte ich mal so hoch in den Norden kommen, könnte man die 7 km Wanderung ja einkalkulieren 😉 Danke fürs Mitnehmen auf Deine Reise – wie immer ein Genuss.

  3. laiknik

    Ein schöner Reisebericht, in dem viel von dem Norwegen steckt, das ich ebenfalls kenne. Allerdings gibt es darüber keinen Blog, sondern einen Krimi: Taxi zum Nordkap.

  4. Claudia

    Also wir fahren seit 1986 alle 2 Jahre zum Nordkap. Es hat sich im Laufe der Zeit soviel verändert,so daß es immer wieder atemberaubend für uns ist. Und für den Eintrittspreis ,ich weiß nicht genau was es jetzt kostet,kann man bis zu 2 Tagen oben bleiben. Wir sind seit 1998 Mitglied im ROYAL NORTH CAPE CLUB und brauchen garnichts mehr zu zahlen.Wir werden auch 2016 wieder aufs Kap fahren und ein paar Kerzen in der Kapelle aufstellen.

  5. D-Buddi

    Zwei kleine Anmerkungen hätte ich da noch.

    1. die 7 km sind recht heftig und ohne Wandererfahrung wirklich nicht ohne, da geht es einige wenige sehr steile Stücke und vor allem auch ein gutes Stück an sehr schrägen Felsen entlang. D.h. dass Stück sollte man wirklich nicht unterschätzen. Der Ausblick ist dafür wesentlich genialer da man auf das Pseudo-Nordkap schaut.

    2. weder das eine noch das andere Nordkap ist der nördlichste Festlandspunkt Europas, der liegt nämlich hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Nordkinn Um dort hin zu kommen muß man 22,5 km one way über Steinfelder laufen und 2 Wasserläufe durchqueren. Dort sollte man noch vorsichtiger sein denn auf diesen 22,5 km gibt es exakt gar nichts! Dafür ist es ein grandioses Gefühl tatsächlich dort vorne gewesen zu sein.

    Viele liebe Grüsse, Jörg

  6. Andreas

    Toller Bericht! Danke. Der nördlichste Punkt Europas ist aber nicht das Nordkap. Auch nicht gleich daneben (wie jemand vor mir geschrieben hat). . (Sorry für diese kleine Klugscheißerei) Das Nordkap ist eine Insel und gehört nicht zum Festland. Wenn wir von Inseln sprechen, die noch irgendwie zu Europa gehören, dann wird es sowieso interessant. Der nördlichste Punkt, (Inseln eingeschlossen) ist mitten in der Barentsee, und heißt Sjuøyane. Auf dem europäischen Festland ist der nördlichste Ort das Kap Kinnarodden auf der Halbinsel Nordkinn. Ausgangspunkt ist der sehr interessante Ort Mehamn. Von dort kommt auch der berühmte Stockfisch. Habe dort vor 2 Jahren eine Reportage mit Vidar „the Viking“ für das G+J Magazin BEEF! gemacht. Vidar ist ein Irrer Typ. Nett und ein Alleskönner. Macht nebenbei dort u.A. Tourismus & Fischfang, und ist der lokale Fluglotse am Airport. Pfundskerl! Unbedingt hinfahren. Aber die Damen,…Vorsicht! Er ist ein Frauentyp!

  7. Lukas

    Ich habe gerade deinen Blog entdeckt und bin absolut begeistert von den vielen tollen Artikeln! 🙂
    Hier werde ich sicherlich häufiger reinschauen, weil ich als Fotograf auch ganz gern durch die Welt reise, um mir andere Länder anzuschauen…
    LG!

  8. Detlef Zabel

    Hallo Heike,

    nach 2010 wollen wir in 2017 wieder mal mit dem WoMo nach Norwegen fahren und diesmal bis hoch zum Nordkap. Wir sind schon ganz gespannt und freuen uns immer über solche Berichte wie hier, da diese noch neugieriger machen und die Vorfreude noch mehr steigern. Uns ist vollkommen klar, dass die „Kugel“ auch ganz im Regen oder Nebel verschwinden kann, aber wir wollen auch ein bisschen Zeit mitbringen… Aber Ihr habt ja echt Glück mit dem Wetter gehabt. Vielen Dank für diesen Beitrag.

    Viele Grüße, Detlef Zabel

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