Eine Bedienungsanleitung für Pinterest

Follow Me on Pinterest Vor einiger Zeit stieß ich im Netz auf ein kleines Logo. Ein ansprechendes Logo. Es schrie KLICK MICH KLICK MICH! Und ich klickte. Ich schaute mich dort um. Aber zuhause fühlte ich mich dort nicht. Ein weiteres social Networking Tool. Keine Zeit. Zudem wurde mir nicht sofort klar wie es funktionieren sollte. Ich lese generell keine Bedienungsanleitungen. Ok. Fast nie. Aber das hier hatte irgendwas mit Bilder zu tun. Nur was? Dann war ich weg. Zu ungeduldig. Aber ich ging nicht ohne noch schnell einen Account einzurichten. Man weiß ja nie. Mal proforma dabei sein und so. Erst gestern kehrte ich zurück. Nach einer interessanten Facebook-Diskussion war ich neugierig geworden und widmete mich noch einmal dem Tool und schrieb am Ende selbst eine: eine Bedienungsanleitung für Pinterest.

Zum Glück! Denn die Idee dahinter ist absolut großartig. Die Umsetzung sehr stylish. Die Möglichkeiten vielseitig. Von was ich rede? Von Pinterest.

Pinterest Pin it Button

Eine Bedienungsanleitung für Pinterest

Was ist eigentlich dieses Pinterest?  

Pinterest – Pin your Interest. Nach den Erfahrungen mit Facebook kann ich sagen: Wenn wir in ca. 3 Jahren anfangen das Tool zu nutzen sagen die Amerikaner

“Ach, Pinterest ist ja SO 2011.” Also lest weiter.

“Pinterest is a virtual Pinboard. Pinterest lets you organize and share all the beautiful things you find on the web. People use pinboards to plan their weddings, decorate their homes, and organize their favorite recipes. Best of all, you can browse pinboards created by other people. Browsing pinboards is a fun way to discover new things and get inspiration from people who share your interests.”

Pinterest ist eine virtuelle Pinnwand. Auf ihr könnt ihr all die Links speichern, die euch beim Surfen im Netz begegnen und gefallen. Das besondere aber ist: Pinterest legt nicht die öden Links ab sondern zieht sich passende Fotos aus den Webseiten. So könnt ihr euch nach und nach eine Schatzkiste aufbauen und euch inspirieren lassen von anderen.

Eine Bedienungsanleitunf für Pinterest – wie funktioniert das?

Die wichtigen Elemente von Pinterest sind:

  • Boards – sie sorgen für Ordnung in eurem Account. Überlegt euch Themen zu denen ihr eine Linksammlung anlegen möchtet. Unendlich viele sind anlegbar.
  • Repins – Surft ihr  innerhalb von Pinterest und stoßt auf ein Bild das euch gefällt könnt ihr es repinnen. Also es samt Quelllink in eines eurer Boards an eure Pinnwand heften.
  • Pins – Ein Pin ist ein Link aus dem Netz oder ein Foto, das ihr selbst hochgeladen und an eure Pinnwand geheftet habt. Der Quelllink bleibt dabei erhalten. Das Bild kann dann von anderen repinnt werden.
  • Likes – jedes Bild kann wie bei Facebook geliked werden. Es taucht dann in einer separaten Likeliste auf.
  • Following – Spannenden Leuten zu folgen ist natürlich das wichtigste. Sie sucht ihr euch zusammen und baut nach und nach eine spannende Inspirationsquelle auf. Ihr könnt entweder einem User komplett folgen – also all seinen Boards – oder nur einzelnen Pinnwänden.
  • Follower – Leute zu finden, die einem folgen ist natürlich auch hier ein Ziel.

Um Links zu pinnen kann ich einen ‘Pin it’ Button im Browser installieren. Er ermöglicht, die Seite mit einem Klick auf meiner Pinterest Pinnwand – dem Board – zu speichern. Meine Links werden dann zu Pins. Alles klar? Pinterest zieht sich also als Reminder eine Grafik der Website oder ein Foto. Verbindet aber immer den ursprünglichen Quellink mit dem visuellen Fundstück. Damit ihr den Überblick nicht verliert und alles schön sortieren könnt dürft ihr so viele Pinboards anlegen wie ihr wollt. Die beschriftet ihr sinnigerweise und ordnet die Links entsprechend zu. Ich benenne meine Boards beispielsweise ‘Wohndeko’, ‘Buchempfehlungen’, ‘London’, ‘lesenswerte Blogs’ oder ganz konkret ‘vegane Restaurants in Kapstadt’. Es besteht auch die Möglichkeit eigene Fotos hochzuladen und so uns Spiel zu bringen.

Damit ich und andere wissen warum mir was gefällt kann ich meine Lesezeichen in einem Feld beschreiben und ähnlich Twitter und Instagram mit #Hashtags versehen. Andere Nutzer können sie dann per Suchfunktion finden und mir folgen. Oder auch nicht. Das bringt nicht nur neue Follower sondern auch eine Menge neuen Input. Jeder meiner Pins kann natürlich mit einem Klick bei Facebook oder Twitter geshared oder in Webseiten eingebunden werden. Nutzer können ihn auch einfach liken oder repinnen – in ihrem Board speichern.

Es ist zudem möglich eigene Boards auch für andere User zu öffnen. Ich kann also ein Board kreieren ‘Deutsche Blogs’ und jeder, der einen Blog hat kann den Link dazu an mein Board pinnen.

Genau das bringt nämlich eine weitere Erkenntnis: Pinterest kann zu höherem Traffic verhelfen auf der eigenen Website. Ähnlich wie bei Stumble Upon stolpern Leute über Pages auf die sie vorher nie aufmerksam geworden wären. Das ist aber nicht der eigentliche Sinn der Sache trotzdem natürlich sehr interessant. Ein Blogger beschreibt in seinem Post ‘How I overlooked a 1000 Visitor a Day Source of Traffic’, dass Pinterest bis zu 1000 Besucher täglich auf seine Website brachte.

Eine Bedienungsanleitung für Pinterest – Hat die Sache einen Haken?

Pinterest ist also eigentlich eine Linksammlung. Wer jetzt aber aufgepasst hat wird feststellen, dass durch Pinterest Fotos im Netz weiterverbreitet werden. Zwar bleibt immer der Link zur eigentlichen Ursprungs-Website am Foto haften – egal wie oft es repinnt wird – aber es kann natürlich dennoch eingebunden und geteilt werden. Und jeder kann sich von eurer Seite so Fotos ‘greifen’ und sie virtuell ablegen. Ich glaube aber, das Pro Photo beispielsweise genau das verhindert. Ich konnte meine eigenen Bilder nicht so leicht pinnen, sondern musste es dazu erst hochladen.

Dieses Familienfoto beispielsweise bekam 1585 likes 30 Kommentare und 5913 repins. Das bedeutet: das Foto hängt an 5913 Pinnwännden und zeigt somit 5913 Mal den Link zur ursprünglichen Website an.

Pinterest

Natürlich sind einige amerikanische Brands vertreten, die Pinterest für ihre Marketing Zwecke bereits nutzen.

Darunter:

Da geht also noch was. Deutsche Marken habe ich erst einmal keine gefunden. Dabei bietet sich diese Plattform wahrlich an. Denn hier findet sich soviel Inspiration samt HabenWollenEffekt da ist eine Entscheidung zum Kauf oder sofortigen Online Bestellung nicht weit.

Es gibt auch eine App für das Iphone und für das Ipad. Auf dem Iphone ist mir das ganze bisher zu unübersichtlich, aber die Version auf dem Ipad macht Spaß.

Mehr zur Entstehung von Pinterest findet ihr in diesem Artikel der USA TODAY. Und wer mehr über das Tool an sich erfahren möchte und ein wenig hinter die Kulissen blicken möchte – dem empfehle ich den Blog der Website “Oh How Pinteresting”. Schön gemacht mit vielen Interviews, Followtipps, Geschichten und natürlich Fotos und Links.

 

Und jetzt folgt mir auf Pinterest Follow Me on Pinterestund hinterlasst doch einen Link zu eurem Account wenn ihr schon einen habt! Wenn ihr noch keinen Account habt gebt mir Bescheid ich schick euch einen Invite…

 

31 Kommentare

  1. Tobboo

    Hab mir das vor ein paar Wochen auch einmal im Zuge der Copycat-Geschichte angeschaut und fand es super, wenn du noch einen Invite hast, würde ich mich freuen.

  2. drikkes

    Ich finde den Dienst ebenfalls super. Obwohl ich zur Zeit Probleme mit dem Bookmarklet auf dem iPhone habe. Kann gerade mobil surfend gar nichts pinnen.

    Wenn so Sachen ordentlich likes und repins bekommen, merkt man das schon ein wenig beim traffic.

    Deinem Instagram-Board mußte ich jedenfalls sofort folgen.

    1. Heike

      @drikkes Hast du dir das update gezogen? Ich glaube es gibt eines. Auf dem iphone ist mir das auch alles etwas zu eng… liebe Grüße…

  3. Julia

    Schöne Sache, diese digitalen Pinnwände, quasi Facebook 3.0. Gibt es übrigens auch schon in Europa und nennt sich LikedBy. Liebe Grüße Julia

  4. Anette

    Hallo Heike, bin auch seit gestern bei Pi. und bin auf der Suche nach mehr info darüber auf Dein blog gekommen…DANKE für die ausführliche Beschreibung – jetzt les ich mal weiter bis zum aktuellen Eintrag – ich glaub, da bist Du nicht mehr so begeistert…? Na, ich schau mal…LG, Anette

    1. Heike

      @Anette: ;-) doch, ich bin nach wie vor absolut begeistert! Der nachfolgende Post dient eigentlich eher dazu, ein paar Dinge abzuklären. Ich wollte herausfinden, was die dazu sagen, von denen ich weiß, dass sie das zeigen ihrer Fotos auf anderen Seiten nicht so unbedingt gut finden. Ich finde Pinterest weiterhin genial!

  5. Susanne

    Liebe Heike, hast Du noch eine Pinterest-Einladung übrig? Habe mich dafür schon vor Wochen angemeldet, aber es tut sich nichts. Vielleicht klappt es ja über Dich.
    LG,Susanne

    1. Heike

      @Heidi – Ich glaube, du müsstest dich einfach so anmelden können. Es ist meiner Meinung nach inzwischen für alle offen…liebe Grüße…

  6. Rosine

    Hallo du Liebe, lieb, weil gut erklärt.
    Bei mir war es genau so! Account angemeldet, ein bisschen geguckt und weg war ich wieder.
    Seit ca. einer Woche nun interessiert es mich wirklich, was dort geschieht und bin völlig unbelastet wieder bei Pinterest eingekehrt. Null verstanden.
    Deine Erklärung hilft und nun mache ich mich noch einmal auf mit neuem Wissen ins Land der Pinnwände!

    LG Rosine

  7. Jolly

    Sobald ich einen Account habe folge ich dir!
    Ich bin auch ein Hobbyfotograph :)
    Tipp:
    Wenn ihr nicht wollt, das jemand euer Bild klaut, macht doch ein Wasserzeichen drauf!

  8. Team Eichkater

    Hallo Heike,

    vielen Dank für Deinen Beitrag. Das wird uns beim Start auf Pinterest helfen.

    Liebe Grüße
    Kathrin

  9. Helmke Jebsen

    Danke für den interessanten Beitrag. Ich interessiere mich z.B. für die Fonts und würde einige davon gern benutzen. Wie das geht verstehe ich aber nicht.
    Können sie mir helfen?

  10. Jesse Gabriel

    Hallo Heike.
    Tolle Erklärung für Anfänger, bin gestern beim Pinnen und plötzlich kann ich nicht mehr weiter Pinnen, es wird mir dann immer angezeigt ich hätte die höchst Pinnzahl erreicht und ich könnte nicht mehr Pinnen, bin jetzt bei 200k, kann das sein?
    Wäre ja echt doof wenn man nicht unendlich lange und so viel Pinnen könnte wie gewollt.

    Weißt du Rad wäre super wenn du mir antworten würdest!
    Viele Grüße sendet Jesse Gabriel

  11. Uli

    Bin auch schon seit ca. Einem halben Jahr auf pinterest und finde es genial, habe nur jedes mal Probleme auf meine pinwände zu kommen. Versucht habe ich es mit de.pinterest.com und komme dann nur auf die allgemein zugängliche aktuelle Seite mit den pins. Auch über login geht es nicht. Was mach ich falsch?
    Lg,
    Uli

  12. Susanne

    Hallo Heike,
    danke für die vielen tollen Tipps. Hab selbst erst vor 1 Monat den Mut gefunden meinen ersten Blog zu erstellen. Auf Pinterest bin ich schon länger, aber mit dem eigenen Blog ist das doch noch mal anders :) Danke für die Anleitung :)
    Liebe Grüße, Susanne

  13. bellexin

    Hallo Heike,
    ich bin immer wieder über dieses kleine rote p gestolpert u dann hab ich doch mal nachgeschaut und bin nun dabei. Ja, es ist eine wahre Fundgrube an vielen tollen Ideen. Wie ich auf deine Seite gekommen bin: eigentlich wollte ich wissen wie ich auf meiner Pinnwand / Board meine Pins ordnen kann, also individuell verschieben. Hoffentlich kannst du es mir erklären und hoffentlich schickst du mir einen Invite ??
    Ganz lieben Dank im Voraus und bis bald! LG

  14. Olli Streich

    Hallo Heike
    Vielen Dank für die tolle “Anleitung”. Pinterest wird wirklich immer populärer, auch in meinem Freundeskreis.
    Ich denke, es ist wirklich sehr zweischneidig, die Sache mit dem Bilder hochladen, veröffentlichen und weiterverbreiten. Jeder, der seine eigenen Bilder hochlädt, sollte die Folgen kennen. Wenn man allerdings von fremden Webpages Bildmaterial veröffentlicht, müsste man sich theoretisch die Genehmigung vorher einholen.
    Wie funktioniert das nun aber genau, dass auch meine eigenen, selber hochgeladenen Bilder gefunden werden? Nur über angegebene #Hashtags? Müssen die dann nicht mind. zweisprachig (englisch und landessprache) sein? Oder läuft bei Pinterest im Hintergrund irgendein Alogrhythmus, worauf Bilder benannt werden? Vielleicht weisst du da ja mehr..?

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