Die Meyer Werft in Papenburg – Geburtsstätte der Ozeanriesen

Ein langes Herbstwochenende in Niedersachsen. Was klingt nach einem wetterbedingten Risikoausflug, entpuppte sich als der schönste und wärmste Novemberbeginn langer Zeit. Über dem Emsland stand die Sonne, auch in der Lüneburger Heide leuchteten die Wälder in den herbstlichsten Farben und der Wind wehte letzte Blätter von den Bäumen.

Mit gut 1500 Kilometern erlebte ich einen doch recht intensiven Roadtrip quer durch Niedersachsen. Erste Station: die Meyer Werft in Papenburg im Emsland, einer der größten Landkreise Deutschlands. Zeitig ging es in Köln los. An Board: die liebe 1Live Kollegin Anke van de Weyer, die mich auf meiner Reise begleiten würde um den Alltag eines Reisebloggers für eine 1Live Plan B Reportage zu begleiten. Den Podcast zur fertigen Reportage „Traumberuf Blogger?“ könnt ihr euch übrigens hier anhören. Update Nov 2016: der WDR hat es leider von der Seite entfernt. 

Nicht zuletzt wegen einer sehr entspannten Autobahn, der A31, die auf langen Strecken Geschwindigkeitsunbegrenzt und leer war, bewältigten wir die Strecke Köln-Papenburg in gerade einmal 2,5 Stunden und rollten pünktlich an der Meyer Werft vor.

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Die Meyer Werft baut die größten Kreuzfahrtschiffe der Welt. Wer hätte da gedacht, dass sie sich nach ihrer Gründung im Jahre 1795 noch heute in Familienbesitz befindet. In sechster Generation. Zuletzt verließ die ‚Quantum of the Seas‘ die Werft, das bisher größte ‚Baby‘ mit einer Länge von über 348 Metern und einer Breite von über 20 Metern. Zur Zeit befindet sie sich auf einer mehrwöchigen Probefahrt.

Etwa 300.000 Besucher sehen sich jedes Jahr an, was es eigentlich bedeutet, solch riesige Schiffe zu fertigen. Und sie bekommen spektakuläre Einblicke in die größten überdachten Baudocks der Welt. Auch wir nehmen an einer Führung teil, blicken durch eine riesige Glasscheibe in die Produktionshalle, in der zur Zeit die ‚Anthems of the Sea‘ gebaut wird sowie die ‚Norwegian Escape‘. Von hier oben sehen die Arbeiter aus wie Ameisen, Teile des Schiffs sind für mich kaum als solche erkennbar. Beeindruckend, wie gigantisch groß diese Halle ist. Auch wenn ich Kreuzfahrten an sich bisher nicht besonders viel abgewinnen kann. Hinter die Kulissen des Baus zu sehen, ist super spannend.

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Sogenannte Musterkabinen gewähren den Besuchern Einblicke in das Leben als Urlauber an Board eines Kreuzfahrtschiffes. Und auch ich gelange danach zu der Erkenntnis: was aussieht wie ein Bullauge mit Meerblick, ist vielleicht auch ein Bullauge mit Meerblick. Vielleicht aber auch nur ein Monitor mit einem Live-Video des Meeres. Abgefahren.

Zu den zigtausend Besuchern der Meyer Werft zählen auch viele Kinder, die mit ihrer Schulklasse im Emsland unterwegs sind. Für sie wurde das schwimmende Klassenzimmer eingerichtet. Ein Raum voller Experimentierstationen, die ihnen verdeutlichen sollen, wie der lange Weg der Entwicklung vom Floß zum Schiff verlief oder warum ein Schiff eigentlich schwimmt. Dazu dürfen sie in eine Forscherkluft schlüpfen und Forscherbogen ausfüllen. Ziel ist es, das Interesse für Naturwissenschaften und Technik zu fördern und Berufsbilder aufzuzeigen.

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Zu beachten ist, dass Führungen durch die Meyer Werft nur nach einer vorherigen Anmeldung möglich sind. Weitere Informationen finden sich auf der Website der Meyer Werft und Papenburg Tourismus.

Meine Reise nach Papenburg ist Teil der #MeinNiedersachsen Kooperation des Reiseblogger Kollektivs und dem Reiseland Niedersachsen. 

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5 Kommentare

    1. Heike Kaufhold

      Hallo Werner, du meinst, welche Schiffe da noch kommen? Tjaha. Die haben wie mir scheint sehr gut zu tun. 🙂 Was ich dann doch einmal sehen möchte, ist, wenn so ein Koloss die Ems entlangschippert…

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